Afrika ist heute ein Kontinent in Bewegung. Er verändert sich dramatisch und hat seine Entwicklung in die eigene Hand genommen. Seien es die New Partnership for Africa's Development (NEPAD), der African Peer Review Mechanism, die Afrikanische Charta zu guter Regierungsführung der Afrikanischen Union, die Einrichtung des Panafrikanischen Parlaments oder die Vereinigung der afrikanischen Ombudsmänner: All diese Entwicklungen sind klare Zeichen für afrikanische Ownership im Bereich von Good Governance und viele Gründe, Afrika in seiner Entwicklung beseite zu stehen.
Afrika schreitet auch bei der Formulierung und Umsetzung gemeinsamer Werte voran. Das zeigt sich beispielsweise am Afrikanischen Menschenrechtsgerichtshof und an der feierlichen Erklärung zur Gleichstellung der Geschlechter in Afrika. Afrikas Wirtschaft wächst stabil, der Handel zwischen den Staaten Afrikas nimmt zu und immer mehr Staaten schaffen es, Wirtschaftswachstum in Arbeitsplätze und in die Bekämpfung der Armut umzuwandeln.
Aber gleichzeitig ist Afrika südlich der Sahara die einzige Region, in der die Armut in den vergangenen 20 Jahren zugenommen hat. Ein Viertel der Menschen leidet unter Staatskrisen oder bewaffneten Konflikten. 60 Prozent aller Menschen, die weltweit mit HIV infiziert sind, leben hier. Mehr als 300 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – das sind mehr als 40 Prozent der Bevölkerung des Kontinents. Verschuldung, Kapitalflucht und ungerechte Regelungen des Welthandels hemmen die Entwicklung der Gesellschaften und der Wirtschaft.
Daher haben die G8 – Staaten auf dem Gipfel in Gleneagles 2005 zugesagt, die Mittel der Entwicklungszusammenarbeit für Afrika zu verdoppeln. Konsequenterweise beschloss Deutschland auf dem Gipfel in Heiligendamm seine Mittel der Entwicklungszusammenarbeit ab dem Jahr 2008 um jährlich 750 Millionen Euro zu erhöhen und den überwiegenden Teil der Mittel nach Afrika zu leiten.
Gleichzeitig haben die G8 zugesichert, für die Bekämpfung der drei schrecklichen Krankheiten HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria in den kommenden Jahren 44 Milliarden Euro bereitzustellen. Deutschland wird sich daran mit 4 Milliarden Euro bis 2015 beteiligen.
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich in Afrika auf drei thematische Arbeitsfelder: Gute Regierungsführung (Good Governance), Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Wasser. Denn wir brauchen ein starkes Afrika, wollen wir die Milleniumsziele bis 2015 erreichen.
"Hoffnung für Afrika" Ein Feature mit Hape Kerkeling, Teil 1
DREAM - Ein AIDS-Hilfsprogramm in Mosambik rettet Leben. Der Film ist von der Deutschen AIDS-Stiftung in zwei Teilen bei "youtube" eingestellt: